RobARTs BLOG

2015 bis 2009

Vista Chinesa - 6:30 am

13. November 2016

 

Schon einmal gab es den Titel "6:30 am" auf meiner Website. Über einen Zeitraum fotografierte ich auf dem Weg zur Arbeit eine Tankstelle (im Hintergrund den Corcovado mit der Christo-Statue). Dieser Blog fand eigentlich gar keine Beachtung - vielleicht war das Alltagsmotiv trotz der täglich wechselnden Lichtstimmungen zu uninteressant. In den vergangenen zwei Jahren hat sich mein Weg zu Arbeit spektakulär verändert: Jeden Morgen um 6:30 Uhr fahre ich an der schönsten Aussichtsstelle Rio de Janeiros vorbei. Dieser Aussichtspunkt ist im Tijuca-Wald und hat den mystisch klingenden Namen Vista Chinesa. Dieser Ort hat nicht nur auf mich eine starke Anziehungskraft. So schrieb Marc Fischer in seinem Buch "Hobalala", dass die weltbekannte und in Rio de Janeiro an geheimen Ort im verborgenen lebende Musikerlegende João Gilberto sich manchmal heimlich nachts zur Vista Chinesa fahren lässt. Jeden Morgen quält sich außerdem eine stets wachsende Zahl von ambitionierten Radfahrern den Berg hinauf.

 

In den letzten Tagen habe ich also wieder angefangen, um 6:30 Uhr ein Bild zu machen und konnte so auf diese Weise auch dokumentieren, dass - wie vom amerikanischen Präsidenten Obama vorausgesagt - die Sonne auch am 9. November 2016 wieder aufgegangen ist. 

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Auf dem Gipfel...

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Griechenland, Rio und ein Flens.

Ein ungeordneter Blog von RobART.

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RobARTs Lieblingseis in Rio

Meine Freunde und Nachbarn Enzo und Felix produzieren gemeinsam das für mich beste Eis der Welt. Am 25. Mai erschien in der Handelszeitung ein spannender Artikel von Nele Husmann (Foto: Lianne Milton) über die beiden, der nicht nur für alle an Brasilien und Eiscreme Interessierten sicher spannend ist. Bitte zum Lesen auf den Artikel unten klicken. Viel Vergnügen!

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AufSEGELNerregend: Rio de Janeiro backbord und steuerbord.

Ein Jahr vor der Olympiade segeln wir in der Guanabara Bucht. Fotoblog von RobART Kühn.

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Autofahren in Brasilien

große Ausnahme in Rio de Janeiro: eine Straße mit Gegenverkehr
große Ausnahme in Rio de Janeiro: eine Straße mit Gegenverkehr
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RobARTs KOPENHAGEN  

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Hotel Pai Herói

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Ilídio im Fernsehen

Gestern spielte Weiche wieder. Hier in Rio de Janeiro blieb mir nur der DFB-Liveticker, um auf dem Laufenden zu bleiben. Alle 20 Sekunden erneuerte sich die Seite und als in der 63. Minute Ilídio als Torschütze zum 1:0 gegen Viktoria Hamburg angezeigt wurde, kann man sich meine Freude vorstellen. Sehr gespannt war die ganze Familie auf den angekündigten Bericht des Schleswig-Holstein Magazins, den wir bei großer Hitze auf dem iPad im Livestream des NDR bewunderten. 

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Nordlicht

25.12.2013

 

 

 

 

Aus der gleißenden Helligkeit Rio de Janeiros kommend bin ich vor einer Woche in meiner Heimatstadt Flensburg gelandet.

 

Eine Woche Dauerregen bei milden Temperaturen um die 7 Grad konnte mich nicht zermürben - irgendwie erzeugt das ungemütliche Außen ja auch ein gemütlicheres Innen. 

 

Doch das frische Nordlicht heute kam mir sehr entgegen. Ich konnte etwas davon einfangen. Alle Bilder sind von heute. 

 

Viele Grüße

Ein Nordlicht

 

 

 

 

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Nochmal Ilídio:

Endlich habe ich hier - gerade in Flensburg angekommen - Zeit, die beiden Artikel über Ilídios erstes Schneetor zu ergänzen. 

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Rio de Janeiro - Flensburg

DIE ZEIT 28.11.2014
DIE ZEIT 28.11.2014
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SUNSET SUGAR SUGARLOAF

17.11.2013

 

Ist einfach immer gut:

der alte Zuckerhut!

 

SUNSET
SUGAR
SUGARLOAF

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MotivARTion @ NordArt 2013

"Dresscode" Tobias Zaft
"Dresscode" Tobias Zaft
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Die Nase voll

In meinem Beitrag Rio Panorama hatte ich noch vor einem Monat von der Akzeptanz der Bevölkerung Rios mit Blick auf die schwierigen Verhältnisse in ihrer Stadt und Brasilien geschrieben. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass die Menschen bald auf der Straße gegen die offenkundigen Missstände demonstrieren würden! Auf Facebook wird gepostet was das Zeug hält, die Brasilianer hier und im Ausland sind stolz auf sich und es hat den Anschein, als ob ein Knoten geplatzt sei. Eben gerade hat sogar der allmächtige Sender GLOBO die Novella, die sonst immer um diese Zeit läuft und deren Ausstrahlung um diese Zeit ein unveränderliches Heiligtum darstellt, unterbrochen und stattdessen eine Liveübertragung über die Massendemonstrationen hier und anderswo in Brasilien gesendet!

 

Bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge hier in Brasilien entwickeln. Noch ist es ein großes Miteinander gegen die politische Kaste, die mit fatalem Krisenmanagement reagiert. Ich hoffe, es bleibt bei diesem Miteinander und vor allem, dass die hiesigen Politiker möglichst bald begreifen, dass deren Ignoranz das größte Gift in einer durchaus explosiven Lage ist. Brasilien hat so ein großer Potential und die Menschen hier haben mehr Gerechtigkeit wirklich verdient!

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ROBART'S RIO RIDE

Ich bin ein Mensch, der sich am wohlsten fühlt, wenn er sich bewegt. Ich fahre leidenschaftlich gerne Auto und Fahrrad. Ich beneide einen meiner ehemaligen Schüler, der sich seinen Traum erfüllt hat und heute Lokführer ist. Ich freue mich über jedes seiner Fotos, das er aus seinem Führerstand auf Facebook postet und wünschte mir, ich könnte auch immer in Bewegung sein und über die Schienen dahinschweben. 

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6.30 am.

06.12.2013 Nikolaustag!
06.12.2013 Nikolaustag!
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Brauereibesuch in Petrópolis

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KISS in Rio

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Rio + 20

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Rio dominant

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Crosby, Stills and Nash in Rio de Janeiro

David Crosby
David Crosby
Stephen Stills
Stephen Stills
Graham Nash
Graham Nash

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Der Wolkenbruch

In der Rua Real Grandeza

in Botafogo

beschneidet ein Porteiro

die Pflanzen eines Straßenbeets

mit einer

Haushaltsschere

kurz

vor

dem

WOLKENBRUCH.

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Feuerwerk im Regen

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31.12.2011: Die Copacabana freut sich auf Silvester!

Liebe Freunde von motivARTion! Hier präsentiere ich Euch ganz frische Aufnahmen von unserem Stadtteil Copacabana kurz vor dem Silvesterfest! Wir freuen uns schon!!! Allen einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2012!

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24 Stunden im Dezember

Vier Stunden Abschied, vier Stunden Stau, vier Stunden DETRAN (KFZ-Zulassungsstelle) und noch mehr... 24 Stunden im Dezember. Momentaufnahmen zweier Urlaubstage. Aufgenommen mit dem Telefon.

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Weihnachtsbaum auf der Lagune (Árvore de Natal da Lagoa)

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Brigitte Bardot

Brigitte Bardot

ist

für einen seltenen Moment

einsam

im Regen von Búzios

und wirkt kleiner

als zuvor.

 

Ich bin auf

dem Rückweg

zur Pousada,

war ganz allein

am Strand.

 

Der Regen

tropft

an dir vorbei -

du wirst nicht nass,

und für

Melancholie

ist es zu

lauwarm.

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Rock in Rio 2011

Morgen ist der letzte Tag von ROCK IN RIO 2011. Die Liste der Stars, die seit gut einer Woche weit draußen in der CIDADE DO ROCK, noch weit hinter der Barra auftreten, ist lang und von absoluter Weltklasse! Ganz Rio de Janeiro ist im Rock-Fieber. Im Fernsehen werden alle Konzerte live übertragen.

 

Vergangenen Sonntag war ich das erste Mal dort. Es war der Heavy-Metal-Tag, ein Freund hatte Karten besorgt (am schwierigsten war es, Bustickets für die lange Anreise zu ergattern) und mich eingeladen, zusammen mit seinen Freunden einen abzurocken. Es wurde ein Marathon! Ich sah unter anderem Sepultura, Motörhead und Metallica und erlebte eine fantastische Nacht mit enorm guter Stimmung.

 

Näher an meinem eigene Musikgeschmack waren die Bands, die am Donnerstag auftraten, als ich mit meiner Frau zum zweiten Besuch der CIDADE DO ROCK zweieinhalb Stunden durch die Rush-Hour Rios aufgebrochen war. Joss Stone, Jamiroquai und Steve Wonder verzauberten die Cariocas. Völlig begeistert war ich von der Show der amerikanischen Soul- und Funksängerin Janelle Monáe, von der ich zuvor noch nicht gehört hatte.

 

Heute bleiben wir zu Hause und erholen uns. Coldplay, die heute nacht auftreten werden, sehen wir uns auf der Couch vor dem Fernseher an.

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Blaue Giraffe

Kiosk vorm Hotel Fasano
Kiosk vorm Hotel Fasano
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Ausstellung in Flensburg

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Kino in Rio

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Obama in Rio

Ich habe ihn nicht gesehen. Wahrscheinlich, weil ich im falschen Moment an meiner Kamera rumgefummelt habe. Meine Frau hat ihn gesehen und ist nachhaltig geflashed...

 

Unser neuer Nachbar Barack Obama, er wohnt heute knapp anderthalb Kilometer von uns entfernt an der Copacabana im Hotel Marriott, begeistert die Cariocas. Im Theatro Municipal hat er sehr warme Worte gefunden und den Brasilianern eine gleichberechtigte Partnerschaft angeboten.

 

Vor diesem Ereignis haben wir, meine Frau und ich, in einem verhältnismäßig kleinem Pulk von Leuten und Journalisten vor seinem Hotel an der Copacabana ausgeharrt. Schon beeindruckend, was vor so einem Hotel bei einem Besuch des US-Präsidenten alles passiert. Zeitweise hatte ich das Gefühl, bei den Dreharbeiten der neuen Staffel von "24" dabei zu sein. Nur Jack Bauer ist nicht aufgetaucht. Guckt Euch einfach die Bilder in der Galerie an. Oder mein kleines Youtube-Video.

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Tipp der Woche: Brasilien-Fußball-Serie auf sportschau.de

Als der Sportjournalist Olaf Jansen vor vier Wochen in Rio de Janeiro war, besuchte er auch uns. Ilidio war happy, als Anschauungsobjekt für brasilianischen Fußball herhalten zu dürfen und es hat uns großen Spaß gemacht, ein ganz kleines bisschen an Background-Informationen beizutragen, die Olaf Jansen für seine Fußballreportage aus Rio benötigte. Diese Serie ist heute gestartet und daher meine große Empfehlung:

 

Teil 3 (über Ilidio): 

http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201102/23/brasilien_talent.jsp

 

Teil 4:

http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201102/24/brasilien_fussballklubs.jsp

 

Teil 1:

http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201102/21/wm_vorbereitungen_brasilien.jsp

 

Teil 2:

http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201102/22/bg_fussball_in_brasilien.jsp#mbContent

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Fußballfieber 2011

Nachdem ich 2010 ein neues Verhältnis zum Fußball bekommen habe, als ich beim FIFA-FAN-FEST am Strand der Copacabana vom WM-Virus gepackt wurde, fängt auch das neue Jahr sehr ballstark an.

 

Schon zum vierten Mal hat sich die Familie gestern vor dem Bildschirm versammelt.

 

Grund ist die Fernseh-Übertragung des Copa São Paulo de Futebol Júnior - die Junior-Fußballmeisterschaft in Brasilien.

 

Seit wir hier in Rio leben, begleiten wir die Fußballambitionen meines Schwagers Ilidio. Oft war ich mit der Kamera bei seinen Spielen dabei (www.ilidio.jimdo.com).  Jetzt sehen wir ihm live im Fernsehen zu. In Rio scheint alles möglich! 

 

Hier ist ein kurzer Ausschnitt aus dem brasilianischen Fernsehen:

 http://video.globo.com/Videos/Player/Esportes/0,,GIM1408371-7824-NO+TRAVESSAO+ILIDIO+BATE+DE+FORA+DA+AREA+E+ACERTA+O+POSTE+AOS+DO+TEMPO,00.html

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Warten auf Silvester

Feuerwerksschiffe vorm Strand der Copacabana
Feuerwerksschiffe vorm Strand der Copacabana
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Jazz in der "Favela"

Vergangenen Samstag sah ich im Abendjournal von Globo einen Bericht über ein Jazz-Festival in der Favela Santa Marta, welches in wenigen Minuten beginnen sollte. Die Santa Marta (auch Dona Marta genannt) ist seit knapp zwei Jahren von Polizeitruppen besetzt und gilt als sicher. Es gibt eine Bahn, die Einwohner und inzwischen auch eine große Zahl von Touristen (nicht selten auch Politiker) den Berg hinauf bringt. Die Santa Marta liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Escola Alemã Corcovado - meinem Arbeitsplatz. 

 

Manche Dinge brauchen in Rio unwahrscheinlich viel Zeit (Einkaufen, Bankgeschäfte usw.). Umso mehr bin ich immer dann erstaunt, wenn hier etwas ganz schnell geht. Ungefähr fünfzehn Minuten nach unserem spontanen Entschluss, das Jazzfestival zu besuchen, waren meine Frau und ich bereits am Ort des Geschehens. Ein freundlicher Taxifahrer hat uns direkt den Berg hinaufgefahren. Vorbei an den Polizeiwagen (das Blaulicht ist immer eingeschaltet) und den schwerbewaffneten Polizisten, die am Eingang der Favela stationiert sind und uns die Auffahrt gestattet hatten.

 

Man fährt die engen Kopfsteinserpentinen hinauf und erinnert sich sofort an das Nachtleben der Nordzone Rios. Überall laute Musik, Erwachsene und Kinder auf roten oder blauen Plastikstühlen, der Duft und der Dampf zahlreicher am Straßenrand aufgebauter Grills.

 

Ob er, der Taxifahrer, schon einmal hier gewesen ist? Ja, aber als Polizist einige Jahre zuvor.  Graças a Deus - Gott sei Dank - haben sich die Zeiten geändert. Er arbeitet nach wie vor als Polizist, aber nachts im Taxi verdient er das dreifache seines Polizistengehaltes.

 

Wir stehen vor einer kleinen Bühne der Stadverwaltung Rios. Um uns ungefähr hundert Menschen, die auf den Anfang des Konzerts warten. Die meisten offenbar nicht zum ersten Mal hier. Es gibt viel Presse, Fotografen und Kameramänner. Sofort bekommen wir zwei blaue Plastikstühle angeboten und eine große blaue Bierdose von Antarctica. Die Atmosphäre ist toll. Die erste Band ist eine Schülergruppe, die gekonnt Klassiker des Samba spielt. Nach einer zweiten Band, ich kann die Musikrichtung (Chorinho?) nicht richtig einordnen, ist ziemlich schnell Schluss. Der Kioskbesitzer bringt mich auf das Dach seines Hauses, damit ich von dort besser fotografieren kann.

 

Bis Mitte November soll es jeden Samstag ein "Jazzfestival" in der Santa Marta geben. Wir gehen bestimmt noch einmal hin!

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Wahlen in Brasilien

Morgen finden in ganz Brasilien Wahlen statt. Es geht nicht nur darum, wer neue Präsidentin oder neuer Präsident des Riesenlandes wird, sondern auch alle Gouverneure der Bundesländer stehen zur Wahl.

 

Insgesamt müssen die Brasilianer morgen sechs verschiedene Personen (Präsident, Gouverneur, zwei Senatoren und zwei Abgeordnete) mittels Touchscreen an den modernen Wahlcomputern wählen.

 

Am Wahlkampf kommt in Rio de Janeiro niemand vorbei. Während der besten Sendezeit gibt es auf allen führenden Kanälen feste Werbeblöcke. Nur selten sind dort längere Videos mit politischen Aussagen zu sehen. Meistens sieht man stattdessen in eines von zahllosen Gesichtern, das nur schnell erzählt, dass man es wählen soll. Vielleicht noch in einem kurzen Nebensatz, mit wem man verbündet ist. Ansonsten Gesicht, Name und Nummer.

 

Seit Wochen stehen auch überall Wahlplakate herum. Meist nach demselben Muster: Gesicht, Name und Nummer. Ganz selten ein politisches Versprechen oder ein Slogan. Mir kommt es so vor, als ob die Politiker hier an Stelle von argumentativer Überzeugungskraft auf eine möglichst große Zahl von Werbefahrradfahrern und Fahnenschwenkern setzen.

 

Eine Sache ist am Tag vor der Wahl schon sicher: Die Wahlbeteiligung wird gewaltig sein. In Brasilien gibt es die Wahlpflicht! 

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Fliegen und so weiter

Für die Einwohner ungewöhnlich: Pulloverwetter in Rio
Für die Einwohner ungewöhnlich: Pulloverwetter in Rio
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Für 15 Tage zurück in Deutschland

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WM Blog Rio Teil 11

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WM Blog Rio Teil 10

Viele Deutsche in Rio, unter anderem auch die Lehrer von der Deutschen Schule Corcovado, waren gestern von RIO TUR eingeladen, sich das Spiel gegen Spanien in der "Camarote" des FIFA FAN FESTs anzusehen - einer Art VIP-Area. Besonders meine Frau freute sich über die Einladung sehr, während viele meiner Kollegen lieber in der Menschenmenge stehen wollten und es bis auf einige Ausnahmen auch taten. Abgesehen vom Spielergebnis war es in der Camarote sehr schön. Eine kleine Lounge mit Freibier vom Faß und kleinen Snacks, aber vor allem einem großen Balkon im Schatten mit Blick auf Zuschauer und Riesenbildschirm.

 

Wie haben wir Deutschen in Rio die Niederlage weggesteckt? Mit Freibier und mit Fassung würde ich sagen. "Die Spanier waren besser" war man sich einig. Nach Sonnenuntergang fand ich das FIFA FAN FEST dann doch sehr düster.

 

Schade, dass Deutschland draußen ist. Mein WM-Fieber ist erstmal gesunken. Für das Spiel um den dritten Platz fehlt mir bisher das rechte Interesse und auch das Finale ist noch ganz weit weg. Mal sehen, ob da in den kommenden Tagen noch einmal etwas WM-Feeling aufkommt.

 

Unter die Bildergalerie von gestern stelle ich noch ein fröhlicheres Video meines Freund und Kollegen Uwe Brunn. Er hat es in der Menschenmenge des FIFA FAN FEST aufgenommen, als Deutschland gegen Argentinien ein Tor geschossen hat. 

 

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WM Blog Rio Teil 9

...mit einem Teller selbstgemachter Spätzle!
...mit einem Teller selbstgemachter Spätzle!

Seitdem Deutschland 4 zu 0 gegen Argentinien gewonnen hat, bekomme ich unentwegt von allen Seiten Gratulationen, so als ob ich persönlich für den Sieg Verantwortung zeichnen könnte. Der Beisatz lautet meistens: "Jetzt werdet ihr Weltmeister!" Wir Deutschen hier in Rio reiten auf einer Welle brasilianischer Wertschätzung, wie ich sie zuvor nicht erlebt habe. Es mag ja auch daran liegen, dass Deutschland die verhassten Argentinier rausgekickt hat - obwohl von vielen Seiten auch Mitleidsbekundungen in Richtung Maradonna unternommen werden.

 

Manchmal habe ich die Befürchtung, dass der Eindruck entstehen könnte, als ob wir Deutschen hier in Rio von einem Fan Fest zum nächsten pilgern und uns ansonsten die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Wenn ich also im Folgenden von den leckeren Käsespätzlen auf der ARD-WM-Party vom vergangenen glorreichen Fußballsamstag schwärme, möchte ich auf keinen Fall unerwähnt lassen, dass alle Expats die ich hier kennen gelernt habe, viel mehr und viel härter arbeiten, als sie es aus ihrer Heimat gewohnt sind. Bei einem so schönen Dienstort wie Rio de Janeiro mag da manch einer an ausgleichende Gerechtigkeit denken und hat vielleicht sogar Recht dabei. Sicher erholt man sich in einer Traumstadt wie Rio schneller als anderswo, aber man soll sich von den Fotos mit Bilderbuchkulissen auch nicht täuschen lassen. Hier wird mehr oder mindestens genauso malocht, wie zu Hause - da helfen alle Palmen nichts.

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WM Blog Rio Teil 8

Ich verfolge ja durch das Internet regelmäßig die deutsche Berichterstattung über Brasilien. Oft kann ich das dort Behauptete wenig bis gar nicht nachvollziehen und wundere mich immer wieder über die vielen Katastrophenmeldungen, von denen hier in Rio kaum jemand etwas mitbekommt. Ich meine nicht die aktuelle Situation im Nordosten, wo viele Menschen ihre Häuser verloren haben. Die Cariocas sammeln für die Opfer des Unwetters u. a. auf dem FIFA FAN FEST. Ich meine die oft überzogene und klischeehafte Berichterstattung über Brasilien im Allgemeinen.

 

Der heutige Tag ist ein ausgezeichnetes Beispiel für dieses Phänomen. Schlagzeile in Deutschland (z. B. ARD Nachrichten) heute: "Brasilien im Schockzustand". Meine subjektive Wahrnehmung dazu:

 

Klar sind die Brasilianer traurig, dass sie bei der WM ausgeschieden sind. Ich habe heute Mittag (hier begann das Spiel um 11.00 Uhr) auch einige (vor allem Kinder) weinen sehen. Von Schockzustand ist aber jedenfalls in meinem Viertel Copacabana absolut keine Spur. Die Leute sitzen in ihren bunt dekorierten Bars und lachen längst schon wieder bei Bier und Gegrilltem. Im Fernsehen und natürlich auch in den Bars werden - ganz normal denke ich - die Schuldigen gesucht. Die meisten sind sauer auf Felipe Melo, verständlicher Weise nach so einem brutalem Foul. Auch Trainer Dunga wird scharf kritisiert. Viele Brasilianer halten Mick Jagger für den Unglücksbringer, da jedes Team, für das er gehofft hat (in der Reihenfolge USA, England und zum Schluss Brasilien) ausgeschieden ist.

 

Ich hatte heute morgen ja schon so ein komisches Gefühl und war auf eine Niederlage eingestellt. Wie gut die Cariocas diese wegsteckten imponiert mir aber. Vielleicht -  hoffentlich nicht - können wir uns morgen im Falle der Niederlage gegen Argentinien eine Scheibe von dieser Haltung abschneiden!  

 

Fortsetzung folgt...

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WM Blog Rio Teil 7

Delaine im NDR-Fernsehen 2006
Delaine im NDR-Fernsehen 2006

 

"Vier Jahre sind doch eine lange Zeit", dachte ich eben beim Betrachten der NDR-Fernsehaufnahme von 2006, in der meine Frau, damals noch Studentin an der Uni in Kiel, ihren "WM-Tipp gegen Delling" abgab. Sie sollte das WM-Spiel Brasilien gegen Kroatien tippen. Heute spricht sie übrigens wesentlich besser Deutsch als damals, was mir die Hoffnung gibt, dass mein Portugiesisch hier in Brasilien auch noch weiter vorankommen kann.

 

Delling vermisse ich hier in Rio übrigens sehr!

 

Das NDR-Video mit dem Tippspiel zur WM 2006 ist hier zu sehen. Delaines Auftritt ist gegen Ende der Aufnahme, das Warten lohnt sich :-)

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WM Blog Rio Teil 6

Sonntag, 27. Juni 2010

 

Was tut man nicht alles für sein eigenes Projekt? Ich habe mir sogar ein Trikot der deustchen Mannschaft angezogen, um für "WM Erleben" als ordentlicher Fußballfan auch für mein Land Farbe zu bekennen. So ganz wohl habe ich mich dann darin nicht gefühlt, obwohl ich angesichts des Spiel-Ergebnisses (4 zu 1 für Deutschland) ja keinen Anlass hatte, mich zu schämen. Vielleicht bin ich ja noch in der Adaptationsphase Nationalstolz bzw. öffentlicher Fußballfan.

 

Über das FIFA FAN FEST in Rio habe ich an dieser Stelle ja schon viel geschrieben. Es ist mit Sicherheit einer der schönsten Orte, um Fußball zu genießen.

 

Beeindruckend waren für mich die in im Verhältnis zu den deutschen Fans in Unterzahl anwesenden Engländer. Ein Grüppchen von ihnen stand direkt neben meinen deutschen Kollegen im Sand und knirrschte wohl ziemlich mit den Zähnen. Aber selbst bei dem ihnen durch die Fehlentscheidung des Schiedsrichters aberkannten Tor behielten sie die Nerven und verhielten sich ruhig. Erst beim 3 zu 1 hatten einige die Schnauze endgültig voll und räumten das Feld. Hoffentlich bleibt uns (Brasilianern und Deutschen) dieses Gefühl noch lange erspart. Das WM-Fieber ist einfach zu schön! Das Video weiter unten zeigt eine Aufnahme meines Freundes Uwe Brunn, die er direkt nach dem Abpfiff an der Copacabana aufgenommen hat. Einige Fotos habe ich noch hinzugefügt.

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WM Blog Rio Teil 5

Nach zehn Tagen der Kälte ist die Wärme nach Rio zurückgekehrt. 30 Grad waren heute Mittag auf den Thermometern an der Copacabana abzulesen. Auf dem "Fifa Fan Fest" am Strand von Leme (gegenüber dem berühmten Hotel Copacabana-Palace) saßen und standen die Zuschauer des Spiels Italien vs. Neuseeland dichtgedrängt in den spärlich beschatteten Bereichen der großen Open-Air-Strandarena, weil es in der prallen Sonne kaum zum Aushalten war. 

 

Das Spiel Brasilien vs- Elfenbeinküste haben wir zu Hause auf unserer in Brasilien hergestellten LED-Glotze von Samsung gesehen. In HD! Man sieht jeden Grashalm! Ein brasilianischer Fernsehingenieur, dem ich neulich zufällig begegnete, erklärte mir, dass das brasilianische HD-Fernsehen das beste der Welt sei - viel schärfer als in Deutschland oder Japan. Werde ich beim nächsten Besuch in der Heimat überprüfen...

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WM Blog Rio Teil 4

leider ging er rein...
Elfmeter beim heutigen Spiel FLUMINENSE vs. AMERICA
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WM Blog Teil 3

Etwas abseits im Lebloner Cobal liegt der "Bier Park", wo eine bunt zusammengemischte Gruppe von Deutschen, teilweise in Begleitung der brasilianischen Ehepartner und Freunde, das erste Spiel der deutschen Mannschaft verfolgte. Ich konnte mich anfangs nur schwer auf das Spiel konzentrieren. Neue Gesichter in der Runde waren interessanter. Es ist immer wieder sehr spannend zu sehen, wer in Rio auf welchem Wege landet. Es ist toll, neue Kontakte zu knüpfen! Auch dafür ist die WM also gut. Irgendwie fehlte mir zur besseren Konzentration auf das Spiel auch die Vorbesprechung der Partie durch Delling und Netzer (machen die das überhaupt noch?). Nach dem ersten Tor von Podolski zog mich das Spiel natürlich genauso in seinen Bann, wie die übigen Zuschauer im "Bier Park".  

 

Der Hammer war für mich das vierte Tor von Cacau, das zu lauten "Brasil, Brasil" rufen führte, was die Kellnerin (mit deutscher Fahne im Hosenbund) und den Kellner, beide im brasilianschen Trickot servierend, sichtlich berührte.

 

Das WM-Fieber hat mich gepackt :-)

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WM Blog Rio Teil 2

Ich kann es nicht lassen: Ich muss wieder zwei Sätze über das Wetter hier schreiben! Vielleicht will Petrus mich ja für meinen Blog-Artikel über das Juniwetter bestrafen, jedenfalls wird es momentan nicht - wie sonst immer - gleich wieder warm, sondern es bleibt kalt - und das schon seit drei Tagen, bibber. Letztes Jahr habe ich keine Jacke gebraucht (nur an zwei Tagen einen dünnen Pullover). Gestern, auf dem "FIFA FAN FEST" habe ich es sehr bereut, gar keine Jacke nach Rio mitgenommen zu haben. Ansonsten ist das "Public Viewing" am Strand der Copacabana (eigentlich Leme) eine feine Sache. Die Fifa hat nämlich eines von insgesamt sechs dieser "FIFA FAN FESTE" in Rio de Janeiro stationiert. Die anderen stehen in Paris, Berlin, Mexico-City, Sydney und Rom.

 

Man kommt kostenlos hinein, muss sich aber mit dem Metalldedektor untersuchen lassen. Drinnen gibt es VIP-Bereiche, ein Sony-3D-Zelt, viele Restaurants und natürlich eine Riesenleinwand. Der Notausgang befindet sich direkt vorm Atlantik.

 

Das Spiel England gegen USA hat die Leute nicht so vom Hocker gerissen. Heute wird vielleicht mehr los sein, wenn Deutschland spielen wird. Wir fahren aber ins Cobal Leblon, um uns mit einigen deutschen Freunden das Spiel etwas gemütlicher anzusehen....

 

Bilder von gestern habe ich in diese Galerie gestellt: 

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WM Blog Rio Teil 1

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Rio im Juni - Rio em Junho

Portugiesisch von Delaine Pastor Kühn

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Heiraten in Rio / Casamento no Rio de Janeiro

 

1. Teil - Standesamt

 

Meine Schwägerin Adriana hat ihren Bräutigam Luca in Salvador kennen gelernt. Das ist inzwischen einige Jahre her. Zusammen mit ihm, er ist Italiener, besuchte sie uns, als wir noch in Deutschland lebten. Adriana und Luca waren auch schon gemeinsam in Italien und Argentinien und haben einiges gesehen, doch für beide ist es in Rio de Janeiro am schönsten. Luca schafft es beruflich, ein halbes Jahr in Brasilien zu verbringen: Einer Heirat stand also nichts mehr im Wege.

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Weihnachtsstimmung? Na klar!

Als ich gerade in den Sonnenuntergang von Ipanema geradelt bin, habe ich versucht, mich an Weihnachten in Deutschland zu erinnern. Außer ein paar Bildfetzen kam aber nichts. Es mag an der Hitze liegen, am Sommerfeeling - ich weiß es nicht. Habe ich deshalb keine Weihnachtsstimmung? Weit gefehlt! Gerade in den letzten Tagen hat sich in mir etwas entwickelt, was eindeutig weihnachtlich ist. Zuerst war es nur ein zarter Hauch eines neuartigen Gefühls. Mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, dass es sich um eine ausgeprägte, tropische, fröhliche und ausgelassene echte Weihnachtsstimmung handelt! Und das liegt nicht an den überkitschten allgegenwärtig wild blinkenden Lichterketten. Es ist etwas anderes und die Kälte fehlt nebenbei ganz und gar nicht.

 

Wir haben viel Besuch aus Deutschland und kennen natürlich auch so hier in Rio viele Deutsche. Viele (nicht alle!) klagen das gleiche Lied: Keine Weihnachtsstimmung, da zu heiß. Der brasilianische Teil meiner Familie reagiert gekränkt und irritiert. Zurecht, wie ich finde. Den Brasilianern ist Weihnachten mindestens genauso wichtig, wie den in Rio meist in sehr angenehmen Verhältnissen lebenden Deutschen. Sicher, auch hier gibt es überall die gleiche Weihnachtsästhetik, wie in den kälteren Regionen des Erdballs. Kunstschnee, dick eingepackte Weihnachtsmänner, Schlitten usw. Dass Weihnachten aber nicht zwangsläufig mit Schnee (eh in Deutschland sehr selten, in Flensburg in den vergangenen Jahren eher 7 Grad und Nieselregen) verbunden ist, zeigt ein Blick auf die globale Wetterkarte. In Jerusalem sind für die nächsten Tage 17 bis 18 Grad angesagt!

 

Manchmal habe ich den Eindruck, dass der eine oder andere aus Europa stammende Urlauber oder Neueinwohner in Rio zu sehr in dem gefangen bleibt, was er sich zuvor über Brasilien angelesen oder gehört hat. Mich verblüffen jedenfalls regelmäßig die Wiedergabe der aus meiner Sicht seltsamsten Klischees. Dass man hier - weihnachtlich kältemäßig europäisch sozialisiert - keine Weihnachtsstimmung bekommen kann stimmt aus meiner Sicht nur, wenn man eben ganz genau das erwartet, was man schon kennt. 

 

Vor drei Tagen war ich mit meiner Frau im "Norte Shopping", einem etwas preiswerteren Shoppingcenter in der Nordzone Rios. Es war brechend voll. Reißverschlussverkehr vor den Rolltreppen, ein Gewimmel wie in einem Ameisenhaufen. Dennoch, keine Rempeleien, kein Gequake, keine hochgeklappten Kragen und kältegeplagte Gesichter. Stattdessen sommerliche Frische und sehr freundliche Verkäufer. Mir persönlich fehlt die Kälte nicht und ich freue mich schon sehr auf morgen, wenn die Bude voll wird, alle etwas zu Essen mitbringen und sich keiner beschwert, wenn Giovanna auch um Mitternacht noch putzmunter ist. Frohe Weihnachten :-)

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Freitagnachmittag im ARD-Studio Rio de Janeiro

Kameramann Thorsten Thielow im ARD-Studio Rio
Kameramann Thorsten Thielow im ARD-Studio Rio

Freitagnachmittag in Rio: An vielen anderen Orten auf der Welt und auch in Rio ist längst das Wochenende eingeleutet. Nicht so in dem idyllisch gelegenen Studio der ARD im Stadtteil Jardim Botanico. Hier herrscht auch am späten "Sexta-feira"  noch reges Treiben. Auf der Terasse sitzt Büroleiterin Bettina mit Kolleginnen und Kollegen, um künftige Projekte zu besprechen. Korrespondent Thomas Aders feilt im Büro an seinen Texten zum Dokumentarfilm über Alexander von Humboldt und gewährt mir erste Einblicke in diese Produktion. Kameramann Thorsten Thielow schneidet einen Trailer zu seinem Film über Peru. Seine Bilder sind von ungeheurer Kraft. Da kann man als Amateur echt nicht mehr mithalten.

 

Ein paar Stunden später gegen Abend: Außer Thomas, Thorsten und mir als Gast ist niemand mehr da. Thomas und Thorsten machen noch eine Sprachaufnahme.

 

Was mich beeindruckt ist diese professionelle Arbeitsatmosphäre!

 

Hier wir mit Spaß gearbeitet. Es wird solange gerungen, bis beide Perfektionisten zufrieden sind. So muss es sein!

 

Die Dokumentation über Humboldt wird in der ARD als Mehrteiler im Weihnachtsprogramm laufen. Meine unbedingte Empfehlung!

 

 

 

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In Rio hätten die Grünen gewonnen!

Stimmauszählung in der Sociedade Germania
Stimmauszählung in der Sociedade Germania

In Rio de Janeiro fahren viele Brasilianer am Wochenende in ihre "Clubs", um sich vom Alltag zu erholen. Einer dieser, nicht selten traditionsreichen Clubs ist die SOCIEDADE GERMANIA, auch Deutscher Club genannt. Hier fand am vergangenen Wahlsonntag eine deutsche Wahlparty auf Einladung des Deutschen Konsulats in Rio statt. Neben deutscher Kost (Sauerkraut, Spätzle, Schwarzbrot usw.) gab es eine Liveberichterstattung von den Wahlen in Deutschland. Alle Gäste waren aufgefordert, auf Stimmzetteln ihre Wahlentscheidung festzuhalten und in eine Wahlurne zu stecken. Gegen 16.00 Uhr (das Wahlergebnis aus Deutschland war nach Ortszeit Rio ja bereits um 13.00 Uhr recht deutlich) erfolgte die Auswertung mit einer großen Überraschung für mich: Die Grüne Partei hatte mit Abstand die meisten Stimmen bekommen!

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Lily Allan in Rio

Obwohl ich mir gestern im Lily Allan-Konzert zeitweise ganz schön alt vorkam, habe ich diese Energiebombe doch sehr genossen. Ich finde ihre Musik mit den provokanten Texten klasse! Leider war das Publikum wahrscheinlich gar nicht so, wie Lily zu sein scheint. Nix mit Provokation, sondern reiche Oberschichtskiddies, die sich die superteuren Eintrittskarten (ca. 90 Euro!!!) leisten können, die Texte zwar auswendig und artig mitsingen, sich aber entrüsten, dass Lily auf der Bühne trinkt und - absoluter Aufreger - sogar raucht! Vielleicht gab es deswegen auch keine Zugabe. Nach einer Stunde perfektem Vorsingen der aktuellen CD war Schluss, uff.

 

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Klaupack-Abana

Was war gestern und heute bloß an der Copacabana los? So voll war es nicht mal während des Karnevals. Wochenende, knallblauer Himmel und Temperaturen um die dreißig Grad lockten nicht nur Massen von Cariocas an die Strände von Rio, sondern auch die Banditen. Gestern wurde wohl ein regelrechter Raubzug unternommen, der auch meine Bermuda samt Portomonnaie zum Opfer gefallen ist. Dieses Klaupack nervt echt. Mit der Brieftasche an den Strand gehen ist natürlich auch zu blöd, aber es war halt ein spontaner Entschluss. War ja auch wunderschön mit Delaine und Giovanna im Liegestuhl sitzen, bis dann plötzlich die Hose weg war. Kann einem in Spanien auch passieren.

 

Der Klauer ist dann auch gleich mit meiner Kreditkarte in den nächtsen ZONA SUL (Supermarkt) gerannt, um für ca. 50 Euro einzukaufen, was mir die freundliche Mitarbeiterin von American Express mitteilte, als ich meine Karte sperren ließ. Ein Trottel, da hätte er in einer Boutique mehr herausholen können. Er hat sich beim Kauf auch filmen lassen, was Delaine durch einen Anruf beim Supermarkt herausbekam. Die Polizei interessiert sich hier für sowas aber gar nicht. Genausowenig wie die Cariocas, die dichtgedrängt neben uns am Strand gewesen sind, als der Diebstahl geschah. Anteilnahme null. 

 

Trotzdem sind Delaine und ich heute aufs Rad gestiegen und zur Copa gefahren. Trotz besten Wetters war die Atmosphäre alles andere als relaxed. Es war so voll, dass mit den Rädern kaum ein Durchkommen war. An sich kein Problem, aber mein Fahrrad, das durch seine besondere Größe auffällt, wird bei langsamer Fahrt Objekt einer Begierde, die ich mir nicht einbilde und die nicht gerade beruhigend ist. Allgemeine Genervtheit lässt kein Bacardi-Feeling aufkommen. Zuviel Leute auf einem Haufen und zu viel Klaupack darunter.

 

Egal, gleich fahren wir zu Raphaela zum Churrasco im Jardim Botanico. In der kleinen Nachbarskneipe gegenüber von ihrem Haus braucht man nur das Bier zu bezahlen, das Fleisch gibt es umsonst! Da werde ich bestimmt relaxen, jede Wette!

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Mit dem ARD-Team Rio de Janeiro in Lapa

Samstagabend klingelt das Telefon, mein Freund Thorsten Thielow, der Kameramann des ARD-Teams in Rio de Janeiro ruft an. Wenig später sitzt das Team mit dem Korrespondenten Thomas Aders, dem Tonmann Romenique und der Produzentin Tania Kert auf meinem Balkon. Ich bewundere die nagelneue Sony-HD-Fernsehkamera, die die Hälfte des Platzes auf unserem Esstisch in Anspruch nimmt.

 

Für den WELTSPIEGEL ist ein Beitrag über junge Pärchen geplant, die mangels eigener Wohnung auf Motels zurückgreifen müssen, wenn sie sich mal richtig nah kommen wollen. Leider sind die ausgesuchten Paare aus den verschiedensten Gründen kurz vor den Dreharbeiten verhindert und meine Frau und ich sind stolz darauf, dass unsere Lieblingscousine Raphaela und Freund Alessandro spontan einspringen.

 

Eine Stunde später sind wir alle in Lapa, dem Ort in Rio, wo das Nachtleben am Wochenende nur so brodelt und wo zunächst gedreht werden soll. Vor dem RIO SCENARIUM ist eine 500 Meter lange Schlange. Nach kurzen Verhandlungen kommen wir ohne Wartezeit hinein und ich freue mich, dass ich meine Kamera mitnehmen konnte! Eine tolle Nacht und viele Fotos habe ich dem ARD-Team zu verdanken - tausend Dank an Thorsten, Thomas und Tania!!!

 

Das Neueste vom ARD-Team Rio de Janeiro mit Filmen und Fotos aus Südamerika ist auf FACEBOOK ARD Rio zu bestaunen!

 

 

 

 

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MotivARTion ist

von RobART Kühn